
Die Arbeit auf dem Therapiehof richtet sich nach dem Rhythmus der Natur und bietet über das ganze Jahr hinweg sinnvolle, strukturierende Tätigkeiten im geschützten Rahmen. Im Frühling beginnt die Anzucht von Jungpflanzen, Felder werden vorbereitet und erste Arbeiten im Ackerbau nehmen ihren Lauf. Der Sommer steht ganz im Zeichen der Pflege und Ernte: Gemüse wird geerntet, Felder und Bäume werden gepflegt. Im Herbst folgen die Obsternte – etwa von Äpfeln und Zwetschgen – sowie erste Vorbereitungen auf den Winter. Dazu gehört auch der Winterschnitt der Obstbäume und die Verarbeitung von Brennholz. Unabhängig von der Jahreszeit bleibt die Pflege unserer Tiere und Stallungen eine tägliche Aufgabe – verbunden mit Verantwortung, Nähe und Routine, die dem Alltag Struktur geben.

Der Therapiehof bietet vielfältige Möglichkeiten für direkte Erfahrungen mit Tieren, Natur und Gemeinschaft. Spaziergänge über das Gelände, das Beobachten und Pflegen der Tiere sowie der Austausch mit anderen schaffen einen strukturierten, begleiteten Rahmen. Solche Erlebnisse fördern Orientierung, soziale Interaktion und Achtsamkeit im Alltag. Die Umgebung ist bewusst gestaltet, um Ruhe, Übersicht und Sicherheit zu vermitteln – angepasst an individuelle Bedürfnisse und Möglichkeiten.
